Aktuelles zur Trabrennbahn

Aktuelles zur Trabrennbahn
10.09.2026

Trabrennbahn Karlshorst: Pferdesport und Grün sichern, behutsam
weiterentwickeln

Die Zukunft der Trabrennbahn bewegt viele Menschen in Karlshorst. Die gute Nachricht
ist: Gegenüber dem 2020 öAentlich vorgestellten Konzept wurde die Planung
weiterentwickelt. Viele Punkte, die für die Nachbarschaft wichtig sind, wurden in der
Planung berücksichtigt und konkretisiert. Der Pferdesport, das Geläuf, wertvolle
Naturflächen und die historischen Gebäude sollen dauerhaft gesichert werden. 
Zugleich ist wichtig: Der jetzt ausgelegte Bebauungsplan ist noch nicht beschlossen. Die
aktuellen Varianten sind Grundlage für die laufenden Diskussionen und die
ÖAentlichkeitsbeteiligung:
https://be.beteiligung.diplanung.de/verfahren/11
178/public/detail
Bis zum 25. September 2026 können alle Interessierten die Unterlagen einsehen und ihre
Hinweise, Stellungnahmen und Fragen einreichen. Diese Beteiligung ist keine
Formsache: Alle Stellungnahmen werden geprüft und in der weiteren Planung
abgewogen.
Was wurde seit der Vorstellung 2020 berücksichtigt?
Nach der ersten öAentlichen Vorstellung wurde das Konzept umfangreich überarbeitet.
Dazu wurden unter anderem Untersuchungen/Gutachten zu Verkehr, Lärm, Stadtklima,
Natur- und Artenschutz sowie zur Parkplatzsituation erstellt. Die Planungen wurden im
Zusammenhang mit den Gutachtenergebnissen vertieft und auf die Bedürfnisse der
Nutzer vor Ort und für eine tragbare und nachhaltige Zukunft für das Gelände und den
Erhalt der Trabrennbahn angepasst.
Im aktuellen Entwurf sind nun insbesondere folgende Punkte vorgesehen:
-Das Geläuf der Trabrennbahn einschließlich des Innenbereichs bleibt dauerhaft
unbebaut und wird für den Pferde- und Freitzeitsport gesichert. 
-Rund 67 Prozent des gesamten Plangebiets sollen unbebaut und als Freifläche
gesichert bleiben.
-Etwa 18 Hektar Grün- und Waldflächen sollen dauerhaft gesichert werden.
-Die Rohrlake, geschützte Biotope sowie wichtige Lebensräume unter anderem für
den Heldbock und Zauneidechsen werden berücksichtigt.
-Die denkmalgeschützte Tribüne, der Rundstall, die Alte Waage, der
Zielrichterturm, das Reiterdenkmal und der historische Nordeingang bleiben
erhalten.
-Das inklusive Pferdesport- und Reittherapiezentrum wird planungsrechtlich
gesichert.
-Am Nordeingang soll eine rund 1,16 Hektar große öAentliche Parkanlage
entstehen.
-Neue Fuß- und Radwege sollen das Gelände besser mit dem Carlsgarten und der
Wuhlheide verbinden.
-Das private Gelände wird öAentlich zugänglich gesichert.
-Regenwasser soll auf dem Gelände gespeichert und für die Begrünung und
Bewässerung vor Ort genutzt werden.
Der oAene Charakter der eigentlichen Rennbahn bleibt erhalten. Es ist eine gemischte
ergänzende Wohn- und Gewerbenutzung in den derzeit untergenutzten Teilen des
Geländes geplant. Die SynergieeAekte im Gesamtprojekt sind für die Zukunft der
Trabrennbahn und dem Freizeitangebot von wesentlicher Bedeutung.
Wo entstehen die neuen Wohnungen?
Die Wohnungen sind laut der Planung auf zwei räumlich getrennten Flächen vorgesehen:
Ein Teil der Neubauten soll entlang der Treskowallee entstehen. Hier werden zwei
Varianten geprüft:
-Variante 1 sieht eine Mischung aus Wohnungen, Gewerbe, Dienstleistungen,
Arztpraxen, Handwerk und Gastronomie vor.
-Variante 2 ist stärker auf Wohnungen ausgerichtet.
Der größere Wohnungsbaubereich liegt südlich beziehungsweise südöstlich des
Geläufs. Er befindet sich auf heute teilweise für temporäre Pferdehaltung, Lagerung und
andere Nutzungen verwendeten Flächen in Richtung des inklusiven Pferdesport- und
Reittherapiezentrums. Das Geläuf selbst wird laut Planung nicht bebaut. Die
Wohnbebauung ist oAen und grün geprägt, mit großen Innenhöfen.
Je nach Variante könnten insgesamt etwa 656 bis 736 Wohnungen entstehen. Davon
sollen 30 Prozent mietpreis- und belegungsgebunden sein. Die meisten Gebäude sind
mit vier oder fünf Vollgeschossen geplant. Im südlichen Bereich sind einzelne Gebäude
mit bis zu sechs Vollgeschossen vorgesehen.
Gerade Umfang und Höhe dieser Bebauung müssen im weiteren Verfahren sorgfältig
geprüft werden. Eine behutsame Entwicklung bedeutet für uns, dass sich die Neubauten
in den Standort einfügen und der besondere grüne und oAene Charakter der
Trabrennbahn gewahrt bleibt.
Keine Durchgangsstraße durch den Carlsgarten
Eine besonders große Sorge vieler Bewohnerinnen und Bewohner des Carlsgartens
betriAt möglichen Durchgangsverkehr. Hier sind die Planungsunterlagen eindeutig:
Die reguläre Zufahrt für Autos soll ausschließlich über die bestehende Einfahrt der
Trabrennbahn an der Treskowallee erfolgen. Zwischen dem neuen Quartier und dem
Carlsgarten ist keine allgemein befahrbare Straße vorgesehen.
Die Verbindung zum Carlsgarten soll nur genutzt werden von:
-Fußgängerinnen und Fußgängern,
-Radfahrerinnen und Radfahrern,
-Rettungs- und Einsatzfahrzeugen in einem Not- oder Havariefall.
Der allgemeine Autoverkehr darf diese Verbindung nicht benutzen. Der Carlsgarten soll
deshalb weder zur Zufahrt des neuen Quartiers noch zur Ausweichstrecke bei Stau auf
der Treskowallee werden.
Trotz dieser eindeutigen Regelung nehmen wir die Sorge ernst, dass der Carlsgarten
künftig für den Durchgangsverkehr geöAnet werden könnte. Das sehen wir kritisch
und haben diesen Punkt im Blick.

Infrastruktur muss mitgedacht werden
Auch Kita- und Schulplätze dürfen nicht vergessen werden. Durch die neuen Wohnungen
entsteht voraussichtlich ein zusätzlicher Bedarf von rund 64 bis 76 Kitaplätzen sowie 70
bis 84 Grundschulplätzen. Es muss verbindlich geklärt werden, wo diese Kapazitäten
geschaAen werden. Der Projektträger soll sich an den erforderlichen Folgekosten
beteiligen, dies ist im Berliner Modell geregelt und wird im B-Planverfahren verbindlich
bearbeitet.
Maßvolle Entwicklung mit klaren Grenzen
Die Trabrennbahn ist ein identitätsprägender Ort für Karlshorst. Eine behutsame und
notwendige Weiterentwicklung kann helfen, den Pferdesport, die historischen Gebäude
und das inklusive Reittherapiezentrum langfristig zu sichern. Gleichzeitig darf das
Gelände nicht überfordert werden.
Für uns sind deshalb klare Bedingungen entscheidend:
-keine Bebauung des Geläufs,
-dauerhafte Sicherung des Pferde- und Freitzeitsports,
-Schutz der wichtigen Grün-, Wald- und Biotopflächen,
-keine Durchfahrt für den allgemeinen Autoverkehr zum Carlsgarten,
-sorgfältige Prüfung von Gebäudehöhen und Baudichte,
-eine tragfähige Verkehrs- und Lärmlösung,
-rechtzeitige SchaAung der notwendigen Schul- und Kitaplätze.
Alle Unterlagen und die Möglichkeit zur Stellungnahme finden Sie auf der oAiziellen Seite
zum Bebauungsplan 11-178 „Trabrennbahn Karlshorst“:
https://be.beteiligung.diplanung.de/verfahren/11
178/public/detail#procedureDetailsDocumentlist
Die Trabrennbahn braucht eine behutsame Entwicklung, damit sie eine Zukunft hat.
Nutzen Sie die Möglichkeit zur Beteiligung: Bis zum 25. September 2026 können Sie
die Planungsunterlagen einsehen und Ihre Hinweise, Anregungen und Bedenken
einreichen. Ihre Stellungnahme ist wichtig. So können wir alle gemeinsam
sicherstellen, dass bei der Entwicklung der Trabrennbahn die Interessen der
Nachbarschaft berücksichtigt werden.
Bei Fragen schreiben Sie uns gerne an kontakt [at] lilia-usik.de. Wir klären gerne
gemeinsam noch oAene Punkte.